Testregion Wien ZWA – Zukunft Wird Automatisiert realisiert ersten großen Meilenstein: KFV-Konferenz „Automated Driving: Road Safety and the Human Factor“

Daniela Patz, 23.03.17 13:45
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KFV/APA

Die Testregion Wien ZWA – Zukunft Wird Automatisiert hat Ihren ersten großen Meilenstein realisiert. Der Projektpartner KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) hat im Rahmen der Testregion zu Automatisiertem Fahren Wien ZWA im März 2017 in Wien die Konferenz „Automated Driving: Road Safety and the Human Factor“ veranstaltet. Im Fokus dieser Konferenz stand die Verkehrssicherheit - besonders aus der Sicht von FußgängerInnen und RadfahrerInnen.

Bundesminister Mag. Jörg Leichtfried begrüßte die Ausrichtung dieser Konferenz und unterstrich in seiner Grußbotschaft die Wichtigkeit von Verkehrssicherheit im Rahmen von Automatisiertem Verkehr und für die Vision Zero – die Verkehrstoten auf null zu reduzieren. Der Direktor des KFV Dr. Othmar Thann betonte die Bedeutung der Sicherheitsevaluierung zum Thema Automatisiertes Fahren im Mischverkehr – mit FußgängerInnen und FahrradfahrerInnen. Die unabhängige Expertenrolle des KFV als wichtiger Stakeholder bei der Entwicklung von Automatisiertem Verkehr wurde durch 150 internationale FachexpertenInnen unterstrichen.

Ein Hauptergebnis ist das subjektiv wahrgenommene Informationsdefizit von vielen Stakeholdern und der Öffentlichkeit rund um das Thema Automatisiertes Fahren. Die Gradwanderung zwischen progressiver Ankündigungspolitik und der technischen Wirklichkeit von Lösungen verschwimmt durch tägliche Pressemeldungen und Diskussionsrunden. DI Klaus Rosino und DI Sandra Ulrich präsentierten eine vom KFV durchgeführte repräsentative Erhebung, die den Wunsch nach mehr Information durch Verkehrsexperten und hohen Sicherheitsstandards verdeutlicht.

Das Fachpublikum hat – auch im Rahmen von vertiefenden Break-Out-Sessions in Kleingruppen im Wiener Riesenrad – die Wichtigkeit von Testregionen unterstrichen. ExpertInnen aus unterschiedlichen Bereichen betonten den Bedarf an Informationsaustausch über Testregionen, deren Anforderungen und Leistungen. Teststrecken sind im Kontext von Automatisiertem Fahren sehr wichtig, wobei es nicht nur darum gehen wird, dass man Fahrzeuge und einzelne Komponenten testen kann, sondern auch die Auswirkungen von automatisiertem Verkehr auf das gesamte Verkehrsgeschehen und unsere Gesellschaft.

Die Testregion Wien ZWA zu Automatisiertem Fahren wurde von Dr. Walter Aigner und Dr. Wolfgang Schildorfer, Projektleiter Wien ZWA, erstmals einem Fachpublikum öffentlich präsentiert. Die Testregion Wien ZWA reicht vom Flughafen Wien bis zur Messe Wien. Derzeit sondiert Wien ZWA bis Mai 2017, wie im Raum Wien und Umland ein umfassendes, offenes, europäisches Testlabor zu automatisiertem Fahren aufgebaut werden kann. Wien ZWA bietet allen Interessierten das Testen in echtem Mischverkehr auf der Autobahn und in der Stadt, die Integration von FußgängerInnen und Zwei-RadfahrerInnen in Testszenarien und deren Feedback und ermöglicht die Nutzung der vorhandenen C-ITS Infrastruktur – basierend auf dem ECo-AT Living Lab. Damit soll Wien am weltweiten Kuchen der attraktiven Forschungsarbeitsplätze zur urbanen Zukunft ordentlich mitschneiden - mittelfristig sollen fünfzig bis sechzig Arbeitsplätze entstehen.

Das Besondere an Wien ZWA ist die Zusammensetzung des Konsortiums. Die Partner sind Andata, KFV, HiTec und Swarco Futurit. Wien ZWA stärkt den Standort Österreich und wird InteressentInnen ermöglichen Auswirkungen von Automatisiertem Fahren auf die Verkehrssicherheit in Wien und Umgebung zu testen. Damit Wien auch weiterhin gute Chancen hat die weltweit lebenswerteste Stadt zu bleiben.

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Zur AutorIn

Daniela Patz arbeitet als Innovationsmanagerin beim Kuratorium für Verkehrssicherheit im Bereich smart safety solutions und beschäftigt sich mit Projekten zur Mobilität der Zukunft. Davor war sie als Projektassistentin und Lektorin an der sozialwissenschaftlichen Fakultät in Wien tätig sowie als Junior Producer für die Umsetzung zahlreicher Projekte im Kultur- und Medienbereich verantwortlich. Sie studierte Kultur- und Sozialanthropologie an den Universitäten Wien und Kopenhagen.





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